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Benissime acceptati in loco que dicitur Petinesca!

Seid herzlich willkommen an der Stätte, die da Petinesca genannt wird. Nicht mit diesen Worten, sondern untermalt durch dröhnende Panzermotoren und quietschende Kettenglieder wurden 19 MVB-Mitglieder  durch Sämi Heuer im Panzermuseum Studen empfangen.

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R-2114

10.11.2018 11:12 von Bruno Kreuzer

Im August 2018 wurden wir mit der Anfrage kontaktiert, die R-2114 in Sion zu demontieren und in Payerne bei der Flab Kaserne wieder zu montieren.

Diese Maschine musste zwingend bis Ende 2018 vom Flugplatz Sion entfernt werden.

Am Donnerstag, 6.9.2018 fand das erste Treffen mit allen Beteiligten im Bremshaus Buochs statt. Da wurden die Meilensteine und das grobe Vorgehen für dieses Projekt definiert.

Das benötigte Bodenmaterial wurde am Samstag, 15.9.2018 (Arbeitstag) und Dienstag, 18.9.2018 gemäss vorhandener Inventarliste gerüstet.

Am Freitagmorgen, 28.9.2018 wurde dieses Material auf einen LKW verladen und nach Sion spediert. Am Nachmittag folgte dann die Mannschaft (Peter Epper, Christof Jans, Felix Schneider, Adrian Eberle und Bruno Kreuzer) die mittels Kleinbus und Militärmotorfahrer nach Sion gefahren wurde.
Dort angekommen wurden wir nach dem Sicherheitscheck durch die Militärpolizei in die „Geheimnisse“ des Flugplatzes Sion eingeführt: Örtlichkeiten, Flz Halle, Material und die Unterkunft in der Militärpolizei Kaserne.
Anschliessend luden wir das Material ab und richteten den Arbeitsplatz in der Flz Reparaturhalle ein, dann ging es bereits mit den Demontagearbeiten am Flz los.
Schon bald stellten sich die ersten Probleme ein, die neu angebrachte Lackierung am Flz entpuppte sich als Schraubenkiller. Dutzende von Verschalungsschrauben mussten wir infolge übermalter Schraubenschlitze abbohren und mit dem Linksdrallbohrer entfernen, da half auch der sogenannte „Schraubenmörder“ nicht mehr weiter.
Am Sonntagmorgen der nächste Tiefschlag, die hydraulische Abzugvorrichtung für die Flügelbolzen gab bei der Demontage des ersten Bolzens ihren Geist auf. Die in Folge zum Einsatz kommende mechanische Abzugvorrichtung funktionierte nur bei 2 Bolzen, die restlichen 2 Stück konnten damit im TW-Raum auch nicht demontiert werden. Am Nachmittag entschieden wir die Aktion abzubrechen und zuerst die hydraulische Abzugvorrichtung  zu reparieren. Ich orientierte die entsprechenden Personen über unseren Entscheid. Das Ausbaumaterial (Seitenflosse, Flunt, Bugnase, Canard, Verschalungsdeckel, Schubdüse, Waffenwanne etc.) verluden wir aber dennoch auf einen LKW mit Anhänger. Dieser transportierte das Material am Montag, 1.10.2018 nach Payerne, das Abladen wurde durch Peter Epper vor Ort betreut.

In der ersten Oktoberwoche fanden wir glücklicherweise eine Hydraulikfirma, welche sogar unsere Spezialdichtungen für die Abzugvorrichtung am Lager hatte.

Am Freitag, 19.10.2018 um 5.30 Uhr fuhren Peter Epper und Bruno Kreuzer frohen Mutes nach Sion, um die restlichen Flügelbolzen zu demontieren. Welche dann auch wirklich problemlos gelöst werden konnten. Die Demontage der Flügel war danach nur noch Formsache. Am Nachmittag verluden wir das Flz auf den Tiefganganhänger der LW, da zeigte sich die nächste Herausforderung. Die Gesamthöhe durfte 4m nicht überschreiten, da der Tiefganganhänger aber bereits eine Eigenhöhe von 90cm hatte, benötigten wir diverse Versuche mit dem Verladen bis wir endlich 3.97m schafften und damit die korrekte Position erreichten. Anschliessend fuhr dieser Konvoi in Richtung Payerne ab. Uns blieb jetzt nur noch den Arbeitsplatz aufzuräumen.

Das Material wurde am Montag, 22.10.2018 von der LW Sion verladen und nach Payerne spediert.

Am Freitagnachmittag, 2.11.2018 fuhren wir mit einem neu zusammengestellten Team (Peter Epper, Felix Schneider, Thomas Thalmann, Reto Born und Bruno Kreuzer) wiederum mit einem Kleinbus und Militärmotorfahrer nach Payerne. Nachdem wir das Areal der Flab Kaserne erreicht hatten, begannen wir mit dem Einrichten des Arbeitsplatzes, welcher das ganze Wochenende im Freien war. Priorität hatte das korrekte Positionieren des Rumpfes und der Flügel. Zu später Nachtstunde waren dann die beiden Flügel relativ problemlos vormontiert und wir konnten unsere Unterkunft in der Militärbaracke Nr. 2 beziehen.
Der Samstag verlief genau nach unserer Planung: Seitenflosse, Bugnase und Schubdüse montieren, damit konnte die von der LW Payerne gestellte Kran Crew wieder entlassen werden. Es ging weiter mit der restlichen Flügelmontage, die Canard wurden montiert und die Verschalungsdeckel verschraubt. Dann endlich kam ein Höhepunkt dieses Projekts, das erste Nachtessen ohne Überkleider welches wir auswärts geniessen konnten, mit einem Glas Wein und einigen Bieren, wir haben es uns verdient…
Der Sonntag verlief ebenfalls problemlos. Alle angefangenen Arbeiten wurden fertiggestellt und die Schlussarbeiten erledigt, der Arbeitsplatz aufgeräumt, das Material kontrolliert und verladen auf den LKW. Die Mirage wurde mit Hilfe der fast kompletten Sonntagswache auf den definierten Standort gebracht. Das war ein weiterer Höhepunkt, als die R-2114 fertig montiert auf ihrem Standplatz war. Um 15.00 Uhr wurden wir wieder mit einem Militärtransport von Payerne nach Buochs chauffiert.

Am Dienstag, 6.11.2018 ist auch noch unser Material mit dem LKW beim Bremshaus Buochs eingetroffen. Dieses muss nun bei nächster Gelegenheit inventarisiert und instand gestellt werden.
Somit sind wir wieder um einige Erfahrungen reicher und ein erfolgreiches und kameradschaftliches Projekt konnte abgeschlossen werden.
Hiermit möchte ich mich noch einmal herzlich bei allen bedanken, welche zum guten Gelingen beigetragen haben.

Stans, 8.11.2018 der Technische Leiter
Bruno Kreuzer